Cisco: ?Das Internet der Dinge eröffnet uns fundamental neue Möglichkeiten?
18.11.13 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Oliver Tuszik führt seit Juli die Geschäfte von Cisco in Deutschland. Mit IT-BUSINESS sprach der Manager darüber, warum ihn das Internet der Dinge besonders antreibt. Gerade im Industrieland Deutschland hält Tuszik das Potenzial, das sich der IT-Branche durch die allumfassende Vernetzung bietet, für außerordentlich groß.
ITB: Herr Tuszik, nach 18 Jahren bei Computacenter sind Sie im Sommer zu Cisco gewechselt. Was hat Sie an der neuen Aufgabe gereizt?
Tuszik: Ich bin zu Cisco gegangen, weil ich klar sehe, dass Cisco wieder in einer sehr guten Position ist. Das Unternehmen hat erkannt, dass es das Portfolio bereinigen musste, und hat das getan. Außerdem hat Cisco erkannt, dass in gewissen Segmenten mehr Service-Aktivität notwendig ist, um Kundenanforderungen besser zu erfüllen. Und nicht zuletzt hat Cisco erkannt, dass der Business-Mehrwert der Lösungen erhöht werden muss. In der Welt der neuen IT können wir uns nicht mehr allein auf die Infrastruktur konzentrieren. Das Mission Statement von Cisco lautet: Wir helfen unseren Kunden dabei, ihre wichtigsten Ziele zu erreichen. An der Umsetzung dieser Strategie im deutschen Markt mitzuarbeiten, halte ich für eine überaus spannende Aufgabe.
ITB: Cisco arbeitet eng mit Partnern zusammen. Welche Rolle hat diese Ausrichtung bei Ihrer Entscheidung gespielt?
Tuszik: Eine große. Cisco ist zu 100 Prozent partnerfokussiert. Ohne Partner geht nichts voran. Die Programme, die in den vergangenen ein, zwei Jahren neu aufgelegt wurden, sind ein Zeichen dafür, dass Cisco noch mehr in die Partnerlandschaft investieren wird. Das gilt insbesondere für den Mittelstand. Dort sehen wir zwar gesundes Wachstum. Wir sind aber noch nicht da, wo wir sein könnten. Cisco hat im Mittelstand längst noch nicht die Marktposition erreicht wie im Enterprise, und das werden wir ändern.
ITB: Sie spielen unter anderem auf das Programm ?Partner Services? an, mit dem Cisco sein Service-Portfolio einem breiteren Kreis von Partnern über die Distribution zugänglich macht. Lässt sich daran erkennen, wie Cisco künftig mit dem Channel zusammenarbeiten wird?
Tuszik: Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, zu dem neben Produkten und Software auch die Service-Komponente gehört. Und die wird immer wichtiger: Wir müssen unsere Partner in die Lage versetzen, deutlich komplexere Dienstleistungen zu erbringen. Das ist notwendig, um die immer höheren Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Unternehmen möchten IT-Ressourcen zunehmend verbrauchsabhängig as a Service nutzen. Wir helfen unseren Partnern, Modelle dafür zu entwickeln. Dabei arbeiten wir nicht nur mit den Großen, sondern auch mit Systemhäusern im Mittelstand zusammen. Beim Enablement dieser Partner sehen wir die Rolle der Distribution als kritisch an. Da wird künftig noch eine Menge passieren.